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Hofläden und Direktvermarkter – Corona als Einstiegsimpuls für den regionalen Handel

Hohe Nachfrage nach Hofläden und Direktvermarkter: Kitz Agrar Mitglieder unterstützen die Bevölkerung

Die Ausbreitung des Corona-Virus und die zu treffenden Maßnahmen der Regierung haben längst nicht nur den Tourismus sondern nahezu alle Wirtschaftszweige vor enorme wirtschaftliche Probleme gestellt. Im ländlichen Raum sind die Menschen durch Ausgangssperre mit immensen Einschränkungen konfrontiert – Einzelhandelsläden und Gastronomie mussten schließen und schreiben höchst rote Zahlen.

So einfach funktioniert die Online Direktvermarktung

Die Landwirtschaft zählt – insbesondere weil sie Teil der systemerhaltenden Infrastruktur ist – zu den Wirtschaftsbereichen, die generell weniger von den Restriktionen betroffen sind. Landwirte müssen ihre Tiere versorgen sowie Felder bestellen und Selbstvermarkter dürfen weiterhin ab Hof Verkauf betreiben.

Tirols Landwirtschaftskammer-Präsident Josef Hechenberger hat jüngst noch einmal betont, dass es gerade in Krisenzeiten wichtig sei, die landwirtschaftliche Produktion aufrechtzuerhalten. Immer wieder hätten Landwirte angefragt, ob sie überhaupt weiterhin draußen arbeiten dürften. Diese hat Hechenberger durch die Hervorhebung der hohen Relevanz ihrer Arbeit noch einmal deutlich bestärkt, weiterzumachen. Allerdings müssen dabei die geltenden Hygienevorschriften, über die jene hinlänglich informiert wurden, beachtet werden.

Regionale Erzeuger und Hofläden bleiben in puncto Nachfrage tatsächlich weitgehend von den Auswirkungen der Corona-Krise verschont, trotz Rückgang der Google Suchanfragen um -96%.

Basierend auf Google Daten von über 30 Direktvermarkter und Hofläden (alle samt Kitz Agrar Mitglieder) sind die Google-Suchanfragen nach Lebensmittel und regionalen Erzeugnissen im März 2020 um 96% gesunken.

Wie die Statistik zeigt, gibt es alleine in Tirol seit dem Eintritt der Quarantäne am 16. März einen Einbruch der Summe an regionalen Suchanfragen nach Lebensmittel und regionalen Erzeugnissen von -96 Prozent. Das liegt unter anderem an den nun ausbleibenden Urlaubern und Tagesgästen.

Als positiv in der aktuellen Situation kann jedoch die stabile Nachfrage für Hofläden und regionale Erzeugnisse beurteilt werden – die nun stärker denn je von der einheimischen Bevölkerung aufgesucht werden.

Trotz der Quarantäne Maßnahmen lässt dich in der Grafik eine stabile Nachfrage nach Hofläden und Direktvermarktern ablesen. Neben den Webseitenaufrufen sind auch die telefonischen Kontaktanfragen im Zeitraum der Ausgangsbeschränkungen gestiegen (Kitz Agrar Mitgliedsbetriebe, Zeitraum März 2020, Quelle: Google).

Kitz Agrar Mitglieder die bei sich bereits online selbstvermarkten, versorgen jetzt auf Grund der Ausgangssperre Einheimische in ihren Gemeinden mit. Manche Selbstvermarkter profitieren sogar von einem erhöhten Interesse.

Die zunehmende Nachfrage über das Web betrifft vornehmlich die Betriebe, welche bereits auf Online Marketing oder gar Online Selbstvermarktung setzen. Gerade letztere bzw. generell der E-Commerce verzeichnen in Anbetracht der vorliegenden Kontakteinschränkungen und nicht zuletzt der Angst der Menschen auf Ansteckung derzeit Spitzenzahlen. Zudem orientieren sich Verbraucher hinsichtlich der erhöhten Gefahr einer Corona-Erkrankung mehr und mehr an regionalen Angeboten. Dort müssen sie keine größeren Menschenansammlungen befürchten und wissen, wer für ihre Lebensmittel verantwortlich ist und diese berührt.

Corona wird auf unterschiedlichsten Ebenen starke Spuren in der Gesellschaft hinterlassen. Dabei ist es tatsächlich sehr wahrscheinlich, dass auch zukünftig eine verstärkte Nachfrage regionaler Produkte gegeben ist.

Sowohl der aktuell große Bedarf an regional erzeugten und vertriebenen Lebensmitteln als auch der sich diesbezüglich abzeichnende gesellschaftliche Wandel verdeutlichen, dass Landwirte mit Hofläden jetzt unbedingt verstärkt über den Einstieg ins Online Marketing sowie die Online Selbstvermarktung nachdenken müssen, denn das Interesse in der Bevölkerung ist da und wird angenommen. Der Besitz einer bestens abgestimmten Website ist längst Pflicht, um langfristig konkurrenzfähig bleiben zu können. Durch zusätzliche lokale Suchmaschinenoptimierung und weitere spezifische Maßnahmen erhalten Selbstvermarkter die Chance, sich bei den vermutlich weiterhin ansteigenden regionalen Suchanfragen nach entsprechenden Angeboten optimal zu positionieren.

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Ein Projekt von Manuel Gosch & Andreas Poell für den Kitz Agrar Verein